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Das Malawibecken

Den Entschluß ein Aquarium mit Fischarten aus dem Malawisee einzurichten faste ich im Januar 2003. Durch einige Zeitschriftenartikel angeregt, fand ich immer mehr Gefallen an der Farbenpracht und dem fast einzigartigen Sozialverhalten der dortigen Arten.
Zuerst war also über die Größe des Beckens zu entscheiden. Da der zur Verfügung stehende Platz nicht gerade reichlich bemessen war, entschied ich mich für ein ungenutztes 150 l Becken welches noch im Keller stand. Entsprechende Technik wie Heizung, Filter u.s.w. war ebenfalls noch vorhanden. Der nächste Schritt war nun erst einmal zu prüfen ob es überhaupt Malawibarsche gab, die mit diesem zugegeben nicht gerade üppigen Platzangebot auskommen. Ich bemühte hierzu einige Fachbücher und entschied mich ein Becken für Pseudotropheus Arten einzurichten.
Die von mir zur Auswahl gestellten Arten sind alle im Felsbiotop beheimatet. Dies bedeutete entsprechendes Gestein zu besorgen. Entsprechende Steine, die auch die Gestaltung von Höhlen ermöglichten, waren schnell besorgt. Jetzt konnten der Aufbau und die Einrichtung des Aquariums in Angriff genommen werden. Während der Einlaufzeit erkundigte ich mich schon einmal welche Händler die von mir ausgesuchten Arten im Angebot führten.
Der Tag an dem ich die neuen Fische erwerben sollte kam und so schwammen am Abend vier Pseudotropheus greshakei in meinem Aquarium.
Die Fische waren sehr lebhaft, und es gab keine Probleme bei der Eingewöhnung. Alle Pseudotropheus greshakei entwickelten sich prächtig und die halbwüchsigen Tiere wuchsen schnell heran. Natürlich stellte sich auch bald Nachwuchs ein und ich mußte wieder einmal eine Entscheidung treffen.

Das Becken - Einrichtung - Technik
Größe: (LxBxH/l) 120 x 50 x 60 / 360 l
Beleuchtung: zwei Leuchtstoffröhren in Aquarienabdeckung integriert
Außenfilter:
  1. 1000 l/h
  2.  440 l/h
    • mit 150 Watt Heizung
Innenfilter: 1400 l/h
Heizung: zum Thermofilter ein weiterer Heizstab mit 90 Watt
Wasseraufbereitung: Zugabe eines Wasseraufbereiters zum Leitungswasser
Besonderheiten:
  • Oberflächenabsauger
  • Düsenrohr zur Sauerstoffanreicherung
Einrichtung:
  • Hintergrund
  • Bodengrund
  • Pflanzen
Folie mit Felsmotiv
Kies (Körnung 1-3 mm), Felsaufbauten
keine

Ein größeres Aquarium muß her !

Dieses Aquarium stellte ich im April 2003 auf. Inzwischen hatten sich die Mbunas natürlich vermehrt und das vorhandene Becken bot den größer gewordenen Pseudotropheus - für mein Gefühl - nicht genug Platz.
Nach mehrwöchiger Suche kaufte ich ein gebrauchtes Aquarium, einen größeren Außenfilter besorgte ich mir bei ebay. Da dieses Becken doch einiges mehr an Volumen und auch Grundfläche zu bieten hatte benötigte ich nun noch weiteres Material für die Seinaufbauten. Dieses fand ich dann im Aushub einer Baustelle. Es mußte nur richtig gesäubert werden, dafür konnte ich auf teure Dekomaterialien aus dem Zoofachhandel verzichten.

Mein Tipp: Manche Baustoffhändler bieten auch alle möglichen Sorten und Größen von Gesteinen an. Dort ist es wesentlich preiswerter als im Fachhandel. Auch Kies für den Bodengrund läßt sich dort preiswert besorgen.

Den Aquarienboden deckte ich mit einer 0,5 cm starken Styroporplatte ab um ihn vor den Steinaufbauten zu schützen. Darauf legte ich die erste Schicht der Felsaufbauten und füllte dann ca. 2 - 3 cm hoch Kies auf. Jetzt konnten die Aufbauten vervollständigt werden, wobei ich die Steine so aufstellt das möglichst viele seperate Räume entstanden. Nach der Installation von Filter, Heizung usw. war jetzt der Zeitpunkt zum einfüllen des Wassers gekommen. Auf Pflanzen habe ich bewußt verzichtet, da im natürlichen Biotop von Pseudotropheus greshakei auch keine Pflanzen vorkommen.
Im eingefahrenen Becken befanden sich gut 120 Liter Wasser. Das neue würde noch 260 Liter Wasser aufnehmen können. Ich beschloß das Aquarienwasser umzufüllen und den fehlenden Teil durch Leitungswasser zu ergänzen. Trotz Zusatz von Wasseraufbereiter war das im Prinzip ein recht umfangreicher Wasserwechsel und ehrlich gesagt war mir nicht ganz wohl dabei. Den neuen Filter impfte ich zur Vorsicht (man weiß ja nie) noch mit einer Bakterienkultur. Der alte 440 Liter Außenfilter ging, ohne ihn zu reinigen wieder in Betrieb. Beim befüllen achtete ich noch darauf dass, die Temperatur im alten und im neuen Becken überein stimmte.
Jetzt war es soweit. Ich setzte meine Pseudotropheus ins neue Becken. Nach ein paar Minuten in denen sie ziemlich apathisch im Wasser standen, begannen sie die neue Umgebung zu erkunden. Zu meiner Freude verhielten sie sich lebhaft wie zuvor.
Im Abstand von ein paar Tagen führte ich immer wieder Messungen der Wasserqualität durch, doch gab es keinen Anlaß mir Sorgen zu machen. Auch die Pseudotropheus standen gut da.

Meßwerte in den ersten Wochen
Datum NO2 NO3 NH3 NH4
23.04.03 <0,3 0,0 0,0 0,0
24.04.03 <0,3 0,0 0,0 0,0
01.05.03 <0,3 0,0 0,0 0,0
07.05.03  0,3 0,0 0,0 0,0
14.05.03 <0,3 0,0 0,0 0,0

Neue Fische - P. lombardoi und P. saulosi

Das neue Becken war doch um einiges größer und bot ausreichend Platz um noch weitere Fische darin zu halten. Von ihren Ansprüchen sollten die neuen aber auf jeden Fall zu den bereits vorhandenen Fischen passen. Auch im ausgewachsenen Stadium sollten sie nicht größer werden als ca. 10 bis 12 cm. Ich studierte den Mergus Aquarienatlas welche Arten wohl am besten geeignet wären. In die engere Wahl kamen wieder verschiedene Pseudotropheus.
Gekauft habe ich dann jeweils mehrere Exemplare von Pseudotropheus saulosi und Pseudotropheus lombardoi.

Übersicht - Bestand
Arten
P. greshakei 2 5
P. lombardoi 1 5
P. saulosi 1 4
(19.01.2005)

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