Apistogramma pulchra
Männchen ca. 9 cm
Weibchen ca. 6 cm
GH 1 - 12 dH
pH 4,9 - 6,6
C 21 - 30 C
Becken 150 cm
natürliches Biotop Fallaubschicht, Uferzone schnell als auch langsam fließende Gewässer, sehr saures weiches Klarwasser oder Mischung Klar-, Schwarzwasser
Bisher wurde A. pulchra nur im brasilianischen Bundesstaat Rondaonia aufgefunden. Seine Verbreitung ist möglicherweise auf das System des Rio Candeias, in einem Gebiet um den Ort Port Velho beschränkt.
A. pulchra ist zwar nicht so farbig wie andere Apistogramma-Arten, in Bezug auf sein Verhalten stellt die Art jedoch eine Besonderheit da, welche ihn für die Haltung im Aquarium außerordentlich interessant macht. Sind zahlreich Vertreter der Gattung Apistogramma doch mehr oder weniger scheue Fische, so sind A. pulchra recht neugierig und können auch sehr zutraulich werden. Auch in Hinsicht auf das Sozialverhalten kann A. pulchra als "pflegeleicht" bezeichnet werden. So werden vom dominanten Männchen sogar Artgenossen gedultet, solange diese keine Territorialmuster oder Balzfärbung zeigen. Davon ausgenommen ist ein Bereich von 50 cm Durchmesser um den Laichplatz herum in dem auch keine anderen Fische geduldet werden. Jedoch ist dieser Zwergbuntbarsch auf keinen Fall ein "Anfängerfisch".
Die Fische sind sehr agil und schwimmen in Gruppen ständig im Aquarium umher. Dabei wird die Größe des Reviers offensichtlich nur durch die Größe des Behälters beschränkt. Ein Becken mit einer Kantenlänge von 150 cm wird ohne weiteres vom dominanten Männchen als Großrevier besetzt.
Bei der Fortpflanzung übernimmt das Weibchen die Betreuung der Brut, dass Männchen beschränkt sich auf die Verteidigung der Reviergrenzen.
Damit sich A. pulchra im Aquarium wohl fühlt sollte das Becken möglichst groß sein (150 cm) und die Wasserhärte nicht über 12 dGH liegen. Gut geeignet ist ein Gesellchaftsbecken mit anderen Salmlern oder auch Zwergcichliden, das gut strukturiert ist. In kleineren Becken sollte eine sehr dichte Bepflanzung vorhanden sein, welche die Fallaubschicht ersetzen kann. In solchen Becken lebt A. pulchra jedoch sehr versteckt.

Quelle: Dr. Uwe Römer, Cichliden Atlas Band 1, S. 704 -715

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