Apistogramma ortmanni
Männchen ca. 7 cm
Weibchen ca. 5 cm
GH 2 - 10 dH
pH 6,5
C 23 - 29 C
Becken 100 cm
natürliches Biotop flache Uferbereiche, Fallaubschicht, Totholz, feine Sandböden
A. ortmanni
Die Verbreitung von A. ortmanni erstreckt sich auf das östliche Venezuela, Guyana und Surinam bis hinein in das nordöstliche Brasilien und kommt dort hauptsächlich in Klarwasserbächen vor. Die Gewässer in denen A. ortmanni aufgefunden wurde sind zwar in ihrer Beschaffenheit nicht einheitlich, doch weisen sie stets einen sauren pH-Wert auf und sind sehr weich. Insgesamt liegen nur wenige Erkenntnisse über die Ökologie von A. ortmanni vor, doch dürfte sich die natürliche Lebensbereich der Art nicht wesentlich von denen der meisten Apistogramma-Arten unterscheiden.
A. ortmanni ist eine im allgemeinen friedlich bleibende Art, so dass eine Vergesellschaftung mit kleineren Arten möglich ist. Auf Grund der aber auch vorhandenen Durchsetzungsfähigkeit und relativen Streßunempfindlichkeit kann A. ortmanni auch mit mittelgroßen Arten zusammen gepflegt werden.
Will man das gesamte Verhaltensspektrum von A. ortmanni im Aquarium beobachten, dann sollte die Haltung einer kleinen Gruppe von Fischen erfolgen. Die Gruppen sind stets streng hierarchisch geordnet.
Für eine möglichst artgerechte Haltung von A. ortmanni sollte das Aquarium durch dichten Pflanzenwuchs, Totholz, Steine oder auch Fallaub gut strukturiert und versteckreich eingerichtet werden.
Die A. ortmanni-Männchen sind polygam, die Weibchen laichen oft in kleinen Gruben am Rande von Steinen. Die Männchen beteiligen sich meist erst nach drei Wochen an der Brutpflege und beschränken sich dabei die Bewachung der näheren Umgebung der Jungfische.
A. ortmanni wird oft mit A. steindachneri verwechselt. Die Geschlechter lassen sich erst bei relativ großen Fischen sicher unterscheiden.

Quelle: Dr. Uwe Römer, Cichliden Atlas Band 1, S. 620 - 627

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