Apistogramma gibbiceps
Männchen ca. 9 cm
Weibchen ca. 6 cm
GH 3 bis 4 dH
pH 5 - 6
C 20 - 29 C
Becken 120 cm
natürliches Biotop bevorzugt etwas kühlere Klarwasserbäche, dort in großen Populationen anzutreffen, selten in Schwarzwasser, dann in kleinen Populationen auftretend, Überschwemmungswälder
A. gibbiceps
Als typischer Klarwasserfisch stellt A. gibbiceps auch etwas höhere Ansprüche an die Wasserqualität. Die oben genannten Werte sollten wenn möglich eingehalten werden. Bei abweichenden Werten verringert sich die Lebenserwartung, die normalerweise bei ca. drei Jahren liegt. Werte im ph Bereich von über 7 werden dagegen nur kurzzeitig vertragen. Aquarien in denen A. gibbiceps gepflegt wird sollten durch Totholz, Fallaub oder einen dichten Pflanzenwuchs versteckreich eingerichtet sein.
In Becken ab 150 cm kann auch eine größere Gruppe, in der die Weibchen deutlich in der Überzahl sind, gehalten werden. Die streitbaren A. gibbiceps bilden dann Reviere die sich auch überschneiden können. Abgelaicht wird in einer Bruthöhle die vom Weibchen verteidigt wird. In deren Nähe darf sich nur das Männchen aufhalten ohne heftig attackiert zu werden. A. gibbiceps Männchen fangen aus dem Schwarm heraus gefalle Jungfische wieder ein und spucken sie in den Schwarm zurück. Ansonsten führt das Weibchen die Jungfische alleine.
Bemerkenswert ist folgende Tatsache. Während der Niedrigwasserzeit wurden in einer nur noch stark durchfeuchteten Fallaubschicht, in ca. 30 cm Tiefe, zahlreiche halbwüchsige A. gibbiceps gefunden. Sie hatten dort seit mindestens einer Woche überlebt. Feucht gehalten wurde das Laub durch Regenschauer.
Die Verbreitung von A. gibbiceps erstreckt sich vermutlich auf das gesamte Einzugsgebiet des Rio Branco und des mittleren und oberen Rio Negro.

Quelle: Dr. Uwe Römer, Cichliden Atlas Band 1, S. 430 - 443

 

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