Apistogramma diplotaenia
Männchen ca. 5 cm
Weibchen ca. 4 cm
GH 2 dH
pH < 7
C 23 - 30 C
Becken 120 cm
natürliches Biotop offene Sandfächen, seltener auf Sandansammlungen im Bereich von Felsflächen bzw. der Fallaubschicht, oder zwischen Wasserpflanzen.
A.diplotaenia
A. diplotaenia gehört zu den Arten, deren Ökologie sich von der der meisten Apistogramma-Arten abhebt. So erfordert die Pflege dieser Art dann auch einiges an spezifischem Wissen soll sie von Erfolg gekrönt sein.
A. diplotaenia ist ein Sandcichlide und über seine Lebensweise im Freiland gibt es umfangreiche Studien. Die Verbreitung der Art erstreckt sich auf das gesamte oberhalb der Anavilhanas-Inseln gelegene Rio Negro-System. Ausgeschlossen davon ist der Einzug des Rio Branco. Weitere geringfügige Einzelfunde gibt es aus dem Gebiet des Arquipelago.
Im natürlichen Habitat ist A. diplotaenia gemeinsam mit anderen Apistogramma-Arten, Geophagus sp., Satanoperca sp., Biotoecus opercularis sowie einigen Salmlern und Welsen anzutreffen.
Auf den großen und fast deckungslosen Sandflächen sind Kolonien von beträchtlichem Ausmaß zu finden, die bis zu 40000 einzelne Individuen aufweisen können (84 Exemplare pro Quadratmeter). Zur Fortpflanzung legen die Tiere im Sand kleine Krater an, in die sie sich bei Gefahr zurückziehen und so leicht übersehen werden können.
Die weiter oben erwähnte anzutreffende Siedlungsdichte im natürlichen Habitat sollte den Aquarianer nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass A.diplotaenia im Aquarium einen großen Raumbedarf entwickelt und man sollte von einer paarweisen Haltung in einem kleinen Becken absehen, da die Tiere untereinander ziemlich aggressiv werden können. In Becken mit einer Katenlänge ab 150 cm lassen sich aber auch mehrere Paare halten. Zur Vergesellschaftung eignen sich kleine Salmler. Bei größeren Arten geraten die Tiere schnell unter Streß.
Ein regelmäßig durchgeführter Wasserwechsel ist Voraussetzung für das Wohlbefinden der Fische. Das Frischwasser sollte entsprechend aufbereitet sein, leicht sauer und 2 dGH nicht überschreiten. Zur erfolgreichen Zucht ist es erforderlich den pH-Wert sowie die Härte noch weiter abzusenken (20μS/cm, pH-Wert kleiner 5, 27 - 30 C). Auf organische Belastungen des Wassers reagiert die Art sehr empfindlich.

Quelle: Dr. Uwe Römer, Cichliden Atlas Band 1, S. 368 - 379

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