Apistogramma agassizii
Männchen ca. 10 cm
Weibchen ca. 6 cm
GH 5 - 10 dH
pH < 7
C 21 - 30 C
Becken 120 cm
natürliches Biotop Bachläufe mit Fallaubschichten, Klarwasserbäche, nicht in Weißwasser
A. agassizii
Nach bisherigen Erkenntnissen ist A. agassizii die Apistogramma Art mit dem weitreichensten Verbreitungsgebiet. So wurde A. agassizii bisher fast im gesamten Rio Amazonas, in fast allen peruanischen Zuläufen des Ucayáli, sowie gleichfalls in den meisten brasilianischen Zuflüssen vom Rio Solimoés aufgefunden. Weiterhin gibt es einige Fundorte im Rio Negro. Linkempfehlung
Trotz dieser weitläufigen Verbreitung sind die Kenntnisse über die natürlichen Lebensbedingungen von A. agassizii bisher leider nur unbefriedigend.
A. agassizii kommt in zahlreichen Farbvariationen vor. Die Männchen beanspruchen ein relativ großes Revier, dem durch ein Becken von entsprechender Größe Rechnung getragen werden muss. A. agassizii Männchen sind polygam. Die Anzahl der Weibchen sollte daher stets größer sein als die der männchen Tiere. Jedoch muss bedacht werden, auch die Weibchen verteidigen ein Revier! Das im Vergleich zu dem der Männchen jedoch wesentlich kleiner ist.
Es ist also durchaus ratsam A. agassizii Gruppen in nicht zu kleinen Becken zu pflegen. Dies würde unweigerlich zu heftigen Auseinandersetzungen der Tiere untereinander führen. Bei Paaren oder nur wenigen Artgenossen in einem Becken sind die innerartlichen Aggressionen sicherlich größer als bei einer Gruppe von A. agassizii, die in einem entsprechend großen Behälter untergebracht sind.
Aquarien in denen A. gehalten werden sollten zahlreiche Verstecke aufweisen. Geeignet zu Gestaltung sind zum Beispiel Totholz oder auch eine dichte Bepflanzung. Die Fische bevorzugen an sich ein sehr weiches und saures Wasser. Heutige Zuchtformen lassen sich aber auch gut in mittelhartem und leicht alkalischem Wasser halten. A. agassizii gehört zu den Höhlenbrütern und ist bei Beachtung seiner Ansprüche leicht zu pflegen.

Quelle: Dr. Uwe Römer, Cichliden Atlas Band 1, S. 250 - 265

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